Hilfe bei Erektionsstörungen - Wie Sie mit Ihrem Arzt über Erektionsstörungen sprechen

Denken Sie daran: Ihr Arzt oder Apotheker ist stets die beste Informationsquelle, wenn es um Ihre Gesundheit geht. Wenden Sie sich daher immer an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Fragen haben, die Ihre Gesundheit, Ihre Symptome oder Ihre Medikamente betreffen.
Einführung
Egal, ob Sie es zuvor schon einmal getan haben oder ob es das erste Mal ist-bei Erektionsstörungen Hilfe zu suchen kann schwierig und unangenehm sein. Aber mit Ihrem Arzt darüber zu reden kann die Chancen für eine erfolgreiche Behandlung in jedem Falle nur verbessern. Und weil Ihr Arzt an Ihrem vollständigen Wohlbefinden interessiert ist, sollten Sie ihm Ihre gesamte Krankengeschichte mitteilen - und auch über Erektionsstörungen sprechen. Häufig gibt es andere zugrunde liegende Krankheiten, die im Zusammenhang mit Erektionsstörungen stehen. Eine vertrauliche Diskussion ist daher von entscheidender Bedeutung.Zurück zum Anfang
Wie sage ich es?
Es kann sehr merkwürdig sein, mit jemandem über Ihr Geschlechtsleben zu sprechen. Aber das muss nicht sein. Zunächst: Ihr Arzt weiß, dass sexuelle Belange ein wichtiger Aspekt Ihrer Gesundheit sind. Und egal, wie ungewöhnlich diese Diskussion Ihnen vorkommen mag: Die Chance, dass Ihr Arzt so eine Geschichte schon viele, viele Male gehört hat, ist sehr groß. Also: Wie sagen Sie es?
Der beste Weg ist der direkte: Sagen Sie Ihrem Arzt geradeheraus, dass Sie ein sexuelles Thema besprechen möchten. Sagen Sie ihm gleich zu Beginn, wie Sie sich fühlen. Zum Beispiel so:
„Herr Doktor Müller, Ich würde gerne über etwas sprechen, das mein Geschlechtsleben betrifft. Aber ich bin ein bisschen nervös."
Oder:
„Herr Doktor Müller, ich habe schon viel von Erektiler Dysfunktion gehört. Könnten wir mal darüber sprechen?"
Oder:
„Dies ist nicht leicht für mich, Herr Doktor Müller, aber ich habe Erektionsprobleme... Können wir darüber reden?"
Grundsätzlich ist jeder Weg erlaubt, das Thema anzusprechen. Im Allgemeinen ist es jedoch um so einfacher und besser für Sie, je direkter Sie es tun. Denken Sie auch daran: Ihr Arzt hat viel zu tun - und Sie wollen gehört werden!
Ich habe gefragt. Wie geht es jetzt weiter?
Sie haben den ersten Schritt gemacht und Ihren Arzt auf das Thema vorbereitet. Jetzt ist es wichtig, dass Sie mit ihm über Ihre Gefühle sprechen. Ihre Gefühle darüber, was mit Ihnen vorgeht, was Ihnen jetzt wichtig ist. Sehr wahrscheinlich wird Ihr Arzt Ihnen eine Reihe von Fragen zu Ihren Symptomen stellen. Auch wenn einige dieser Fragen auf den ersten Blick scheinbar nichts mit Erektionsstörungen zu tun haben-seien Sie sicher: Sie haben etwas damit zu tun! Folgende Fragen sind durchaus typisch:
1. Seit wann haben Sie das schon?
- Ihr Arzt muss wissen, ob es sich um ein neues oder ein schon seit längerem bestehendes Problem handelt..
2. Haben Sie Diabetes, ein Herzleiden, hohen Blutdruck oder einen hohen Cholesterin-Wert?
- Erektionsstörungen stehen in enger Beziehung zu einer Reihe häufiger Krankheiten. Tatsächlich sind sie manchmal das erste Symptom einiger dieser Leiden!
3. Welche Medikamente nehmen Sie?
- Es gibt eine Reihe von Medikamenten, die Erektionsstörungen verursachen können oder eine leichte Erektile Dysfunktion erst erkennbar machen.
4. Wachen Sie mit einer Erektion auf?
- Auch dies scheint zunächst eine dumme Frage zu sein. Ist es aber keineswegs. Es ist ganz natürlich, dass Männer im Schlaf und beim morgendlichen Aufwachen Erektionen haben. Ihrem Arzt kann die Antwort auf diese Frage helfen, abzuschätzen, wie schwerwiegend Ihr Problem ist.
Dies sind nur einige Beispiele von vielen möglichen Fragen. Ihr Arzt könnte sich auch nach der Beziehung zu Ihrer Partnerin erkundigen, nach möglichem Stress in Ihrem Leben oder auch danach, ob Sie rauchen, trinken oder Drogen nehmen. Ihre Antworten werden ihm helfen, das Gespräch zu führen und weitere gezielte Fragen zu stellen.
Sie sollten sich zu jeder Zeit des Gesprächs gut fühlen. Sagen Sie Ihrem Arzt sofort, wenn eine Frage Sie stört und Sie sich unwohl fühlen. Fragen Sie ihn nach den Gründen für diese Frage. Sie werden dabei mehr über Ihre Erektionsstörungen erfahren.
Es ist sehr wichtig, dass Sie Ihrem Arzt Ihre Sichtweisen zu bestimmten Therapie-Formen mitteilen. Erzählen Sie ihm beispielsweise, wenn Sie bereits bestimmte Behandlungen ausprobiert haben, diese aber bei Ihnen ohne Wirkung waren. Desgleichen: Wenn es Therapien gibt, die Sie nicht versuchen wollen - erwähnen Sie auch das. Und sollten Sie etwas über neuere Behandlungs-Methoden erfahren wollen - auch das müssen Sie Ihren Arzt wissen lassen.
Das Gespräch ist vorbei. Sind wir wirklich fertig?
Kommt drauf an. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Arzt Ihr Anliegen gehört und Ihre Fragen beantwortet hat, und wenn Sie zufrieden mit seinen Vorschlägen sind, dann sind Sie fertig. Wenn aber nicht?
Wenn Sie das Gefühl haben, mit Ihrem Anliegen ungehört geblieben zu sein-sagen Sie es Ihrem Arzt. Wenn Sie noch offene Fragen haben - fragen Sie ihn nach der Antwort. Wenn Sie nicht zufrieden mit seinen Therapie-Vorschlägen sind - lassen Sie ihn das wissen. Versuchen Sie auch, ihm zu erklären, warum Sie nicht zufrieden sind oder welche Bedenken Sie haben. Denken Sie daran: Ihr Arzt kann nicht Gedanken lesen. Sein Beruf und sein innerstes Anliegen sind Ihre Gesundheit. Indem sie ihm Klarheit über Ihre Gefühle und Ihre Bedenken verschaffen, helfen Sie ihm, seine Arbeit zu tun. Dafür wird er dankbar zu sein.


