Erektile Dysfunktion verstehen - Andere sexuelle Funktionsstörungen

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Denken Sie daran: Ihr Arzt oder Apotheker ist stets die beste Informationsquelle, wenn es um Ihre Gesundheit geht. Wenden Sie sich daher immer an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Fragen haben, die Ihre Gesundheit, Ihre Symptome oder Ihre Medikamente betreffen.

 

Unter dem Begriff der sexuellen Funktionsstörungen fasst man neben der erektilen Dysfunktion noch weitere Krankheitsbilder zusammen. Informationen über ED entnehmen sie bitte den Texten über ED. An dieser Stelle werden andere sexuelle Funktionsstörungen besprochen.

Was ist eine vorzeitige Ejakulation

Von einer vorzeitigen Ejakulation spricht man, wenn diese sich kurz nach der Erektion, manchmal sogar vor der Penetration ereignet. Häufig sind junge Männer von dieser am weitesten verbreiteten sexuellen Funktionsstörung betroffen. Gleichwohl lassen sich nur die wenigsten Männer behandeln. Um die Diagnose vorzeitige Ejakulation (Ejaculatio praecox) stellen zu können, müssen drei Kriterien zutreffen

  1. Die Ejakulation erfolgt andauernd oder wiederholt nach minimaler sexueller Stimulation. Sie ereignet sich vor oder kurz nach der Penetration - und bevor der Mann dies wünscht.
  2. Es gibt einen Leidensdruck oder Partnerschaftsprobleme.
  3. Die vorzeitige Ejakulation ist nicht die Folge des Missbrauchs einer Substanz oder von deren Entzug.

Die Behandlung einer vorzeitigen Ejakulation beginnt üblicherweise mit einer Verhaltenstherapie, in der Techniken gelehrt werden, mit denen sich eine Ejakulation vermeiden lässt. Gewöhnlich ist dies anfänglich sehr erfolgreich, aber dieser Erfolg lässt mit der Zeit nach. Es gibt auch Medikamente, die helfen. Wenn Sie vermuten, dass Sie an dieser Krankheit leiden, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, um die Behandlungsmöglichkeiten zu besprechen.

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Was bedeutet retrograde Ejakulation?

Bei einer retrograden Ejakulation fließt das Ejakulat nicht aus dem Penis heraus, sondern zurück in die Blase. Der Vorgang ist harmlos, und die Flüssigkeit wird beim nächsten Urinieren ausgestoßen. Häufig sind Männer nach Prostataoperationen betroffen, unter Umständen auch Diabetiker. Ebenso können manche Medikamente retrograde Ejakulationen verursachen. Deshalb raten wir, mit ihrem Arzt auch die möglichen Nebenwirkungen der Medikamente, die sie einnehmen müssen, zu besprechen.

Einige Medikamente, die ein bis zwei Stunden vor Beginn der sexuellen Aktivitäten eingenommen werden müssen, können bei Männern mit retrograder Ejakulation helfen. Wenn Sie daran leiden, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen und sich nach den Behandlungsmöglichkeiten erkundigen

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Was versteht man unter Anejakulation?

Bei einer Anejakulation fließt kein Ejakulat. Betroffen sind manchmal Männer mit Rückenmarksverletzungen sowie Männer, denen die Prostata operativ entfernt werden musste ("radikale Prostatektomie"). Manchmal kann die Ejakulation durch die Verwendung eines Vibrators ausgelöst werden, aber wenn Sie denken, dass sie daran leiden, suchen Sie am besten Ihren Arzt auf.
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Was wird mit Anorgasmus bezeichnet?

Unter Anorgasmus versteht man die Unfähigkeit, einen Orgasmus zu bekommen-üblicherweise aus psychologischen Gründen. Ebenso können jedoch manche Diabetiker Probleme mit ihrem Orgasmus haben. Auch manche Medikamente können zu Orgasmusproblemen führen. Manchmal kann die Verwendung eines Vibrators hilfreich sein. Häufiger wählen Männer eine Behandlung durch einen Psychotherapeuten. Wenn Sie glauben, dass Sie an Anorgasmus leiden, sprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt.

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Was heißt Priapismus?

Mit Priapismus bezeichnet man eine Erektion, die sechs Stunden und länger dauert. Wenn Ihre Erektion weniger als sechs Stunden dauert, aber länger, als Sie dies wünschen, spricht man von einer verlängerten Erektion. Der Zustand ist häufig schmerzhaft und wird dadurch verursacht, dass zu viel Blut in den Penis fließt und zu wenig heraus. Dies kann beispielsweise die Folge von Verletzungen sein. Oder eine Nebenwirkung der Injektionstherapie zur Behandlung der erektilen Dysfunktion.

Wie dies geschieht, ist es am besten, so schnell wie möglich einen Arzt aufzusuchen. Je früher die Behandlung einsetzt, desto größer ist deren Erfolgschance. Die Behandlung erfolgt durch eine Injektion in den Penis, die den Blutzufluss stoppt. In seltenen Fällen ist eine Operation nötig.

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Was ist eine verminderte Libido?

Libido ist das sexuelle Verlangen oder Ihr Interesse an Sex. Männer mit einem Verlust ihrer Libido haben keine Probleme mit erektiler Dysfunktion, nur mit ihrem Sexualtrieb. Die männliche Libido wird durch Hormone stimuliert. Eine der häufigsten Ursachen eines verminderten Sexualtriebs ist ein niedriger Testosteronspiegel. Dies kann mit dem Alter einher gehen, aber auch durch eine Depression verursacht werden.

Bei der Behandlung einer verminderten Libido werden Testosterone verabreicht. Die Testosteron-Therapie erhöht den Testosteronspiegel, wodurch der Sexualtrieb wiederhergestellt wird. Auch von anderen Vorteilen ist die Rede, wie der Vorbeugung von Ostereoporose und der Stärkung der Knochenmasse. Genannt werden des weiteren eine erhöhte Muskelkraft sowie ein gesenktes Risiko von Herzkrankheiten. Am besten sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Testosteron sowie die Nutzen und Risiken einer Therapie mit diesem Hormon. Zu den Risiken zählt, dass Testosteron das Wachstum von Prostatakrebs beschleunigen kann. Testosteron verursacht also keinen Prostatakrebs, sondern erhöht die Wachstumsgeschwindigkeit.

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Was bezeichnet man als Peyronies-Krankheit?

Die Peyronies-Krankheit ist eine gutartige Erkrankung, die tendenziell Männer im mittleren Alter betrifft. Die genaue Ursache ist nicht bekannt. Entlang der Schwellkörper bildet sich hartes Gewebe ("Plaque"), das nicht so elastisch ist wie das umliegende Gewebe-mit der Folge, dass der Penis sich bei einer Erektion nach einer Seite verbiegt. Diese manchmal schmerzhafte Erkrankung kann auch zur Erektionsproblemen führen. Die Verhärtungen bilden sich an der Oberfläche des Penis, so dass sie bei einer Untersuchung des Penis gefühlt werden können.

Bei manchen Männer schreitet dieses Problem lange Zeit nicht fort, so dass es keine Schwierigkeiten mit dem Sex gibt. Bei anderen Männern verschlimmert sich das Leiden. Dies kann schmerzhafte Folgen haben und Erektionsstörungen verursachen. Wenn Sie vermuten, dass Sie an dieser Krankheit leiden, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen und sich untersuchen lassen.

In vielen Fällen kann auf eine Behandlung verzichtet werden. Männer, die eine Behandlung benötigen, werden zunächst meist mit Vitamin E therapiert. Damit können möglicherweise Gewebeschäden vermieden werden. Es gibt weitere Behandlungsoptionen, die Ihnen Ihr Arzt erläutern wird. In manchen Fällen muss eine Operation erfolgen.
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Tipp:
Auch wenn es Ihnen unangenehm ist, sprechen Sie mit Ihrem Arzt - es gibt nichts, das er nicht schon einmal gehört hat.
Erektionsstörung und Partnerschaft