Erektile Dysfunktion verstehen - Was sind die Ursachen von Erektionsstörungen?

Denken Sie daran: Ihr Arzt oder Apotheker ist stets die beste Informationsquelle, wenn es um Ihre Gesundheit geht. Wenden Sie sich daher immer an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Fragen haben, die Ihre Gesundheit, Ihre Symptome oder Ihre Medikamente betreffen.
Wie es zur Erektion kommt
Um über die Ursachen von Erektionsstörungen zu sprechen, ist es zunächst wichtig zu verstehen, wie es überhaupt zur Erektion kommt.
Das passiert bei sexueller Erregung:
Wenn man etwas sieht, hört oder fühlt, das sexuell stimulierend wirkt, sendet das Gehirn ein Signal aus, das die Muskeln im Penis entspannt. Sobald das passiert, füllen sich zwei Röhren entlang des Penis mit Blut-die so genannten Schwellkörper (Corpus cavernosum). Die Folge: Das Glied dehnt sich aus und wird hart.
Indem sich die Schwellkörper ausdehnen, drücken sie auch gegen die Venen, durch die das Blut normalerweise wieder aus dem Penis abgeführt wird. Dadurch wird das Blut in den Schwellkörpern festgehalten-der Penis bleibt erigiert.
Der Blutfluss spielt eine wichtige Rolle bei der Erektion. Häufig liegt die Ursache von Erektionsstörungen in einer anderen Krankheit, die den Fluss des Blutes im ganzen Körper behindert - und damit auch im Penis.
Häufige Ursachen von Erektionsstörungen
Einige Männer glauben, Erektionsstörungen seien eine unvermeidbare Begleiterscheinung des Alterns.
Das ist es keineswegs. Normalerweise werden Erektionsstörungen durch Dinge verursacht, die den Blutfluss behindert. Das können bestimmte Lebensgewohnheiten, Medikamente oder auch andere Krankheiten sein. Einige dieser Krankheiten treten im Alter häufiger auf-dennoch ist das Alter selbst keine Ursache von Erektionsstörungen.
Was immer bei Ihnen die Ursache von Erektionsstörungen ist-Sie sind nicht alleine. Über 150 Millionen Männer weltweit erleben dieselben Symptome. Und damit auch dieselben Gefühle, die bei Männern-und auch ihren Partnerinnen - mit den Erektionsstörungen einhergehen.
Die gute Nachricht: Erektionsstörungen lassen sich behandeln. Und die Liste der möglichen Therapieformen wächst beständig. Darunter sind auch neue Formen, die für die meisten Männer ebenso wirksam wie leicht anzuwenden sein dürften. Reden Sie mit Ihrem Arzt und erfahren Sie mehr über die neuen Behandlungs-Möglichkeiten.
Krankheiten
Das Richtige essen, regelmäßige Bewegung, Alkohol in Maßen, nicht rauchen-eine gesunde Lebensweise kann helfen, auch die sexuelle Gesundheit zu gewährleisten.Warum? Weil all dies gerade solchen Krankheiten vorbeugt, die den Blutfluss beeinflussen. Und die zählen zu den häufigsten Ursachen von Erektionsstörungen.
Darunter sind Krankheiten wie Diabetes, Herzerkrankungen und Bluthochdruck. Sie können auch solche Blutgefäße, Nerven, Muskeln oder Gewebe beschädigen, die bei der Erektion eine wichtige Rolle spielen. Alle Maßnahmen, Herz und Blutgefäße gesund zu halten, werden auch helfen, ein gesundes Geschlechtsleben zu haben.
Diabetes
Diabetes gilt ganz allgemein als Risikofaktor. Viele zuckerkranke Männer erkranken an Erektionsstörungen - häufig in einem früheren Alter als andere Männer. Die Wahrscheinlichkeit, an Erektionsstörungen zu erkranken, ist bei Männern mit Diabetes bis zu viermal so hoch wie bei anderen Männern.
Bluthochdruck
Hoher Blutdruck kann dazu führen, dass die Blutgefäße sich verengen oder steif werden. Die mögliche Folge: Auch der Fluss des Blutes in den Penis wird behindert - es kommt zu Erektionsstörungen. Darüber hinaus bergen auch manche Medikamente gegen hohen Blutdruck das Risiko, Erektionsstörungen zu begünstigen.
Herzkrankheiten und hohe Cholesterin-Werte
Wie Bluthochdruck, so können auch Herzkrankheiten und hohe Cholesterin-Werte den Fluss des Blutes in den Penis beeinflussen. Männer mit Herzleiden erkranken zweimal so häufig an Erektionsstörungen wie andere Männer.
Depressionen
Depressionen, einhergehend mit Stress, Sorge und Versagensängsten, können ebenfalls zu Erektionsstörungen führen. Auf der anderen Seite kommt es vor, dass sich Männer, die aufgrund körperlicher Ursachen an Erektionsstörungen leiden, deprimiert, gestresst oder besorgt fühlen.
Prostata-Operationen
Auch chirurgische Eingriffe können Erektionsstörungen verursachen - vor allem solche an Prostatakarzinomen. Sie bergen die Gefahr, benachbarte Nerven oder Arterien zu verletzen, die zum Penis führen.
Andere Krankheiten
Andere Krankheiten, die Erektionsstörungen auslösen oder begünstigen können:
- Nierenkrankheiten
- Chronischer Alkoholismus
- Multiple Sklerose
Medikamente
Manche Medikamente, die sich gegen andere Leiden richten, können als Nebenwirkung Erektionsstörungen verursachen. Dazu zählen einige der Präparate gegen Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Allergien, Depressionen, Angst, Essstörungen und Geschwüre.Es ist wichtig, den Anweisungen des Arztes zu folgen und Arzneimittel wie vorgeschrieben anzuwenden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Medikamente, die Ihr Geschlechtsleben stören könnten. Manchmal lassen sich Alternativen verschreiben, die diese Probleme nicht haben
Gewohnheiten und Lebensweise
Zu den „freiwilligen" Lebensgewohnheiten, die zu Erektionsproblemen beitragen können, zählen unter anderem:
Rauchen
Rauchen schädigt die Blutgefäße. Zigaretten zu rauchen kann dabei genau die Blutfluss-Probleme auslösen, die das Erreichen oder Halten einer Erektion erschweren. Männer, die rauchen, sollten im Gespräch mit ihrem Arzt auch über Möglichkeiten reden, das Rauchen aufzugeben.
Übermäßiger Alkoholgenuss
Während Trinken in Maßen sogar vorteilhaft sein kann, ist zu viel Alkohol eine mögliche Ursache von Erektionsstörungen. So hat eine Studie vor kurzem gezeigt, dass Männer, die mehr als zwei Drinks am Tag zu sich nehmen, ein höheres Risiko haben als Nichttrinker.
Fragen Sie nach den neuen Medikamenten
Jetzt sollten Sie mit Ihrem Arzt über wirksame und zuverlässige neue Formen der Behandlung von Erektionsstörungen reden. Fragen Sie nach den neuen Medikamenten, wenn:
- Sie sich zum ersten Mal nach Behandlungs-Möglichkeiten erkundigen
- Sie bereits Erfahrungen mit anderen Behandlungen haben, von deren Ergebnissen aber enttäuscht sind
Diese - verschreibungspflichtigen - Medikamente wirken, indem sie den Blutfluss in den Penis verstärken. Dies ist ein kritischer Punkt sowohl beim Erreichen als auch beim Aufrechterhalten der Erektion.
Weltweit haben Millionen Männer diese Medikamente bereits verschrieben bekommen und sicher und wirksam benutzt. Dennoch eignen sie sich nicht für jeden.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Er kennt Ihre Krankengeschichte und kann entscheiden, ob orale Medikamente für Sie die richtigen sind. Verwenden Sie keine verschreibungspflichtigen Medikamente gegen Erektionsstörungen, wenn Sie bereits Arzneimittel nehmen, die Nitrat enthalten - etwa Nitroglyzerin gegen Brustschmerzen (Angina pectoris). Dies gilt auch dann, wenn Sie nitrathaltige Medikamente nur gelegentlich einnehmen. Reden Sie mit Ihrem Arzt über alle Sicherheitsaspekte und über die exakten Anweisungen für die Einnahme jeglicher Arzneimittel.


